Kleingruppe im Gaisrain … was ihr den Geringsten getan habt.

Menschen begegnen im GaisrainSeit Anfang des Jahres ist eine Kleingruppe im Gaisrain in Göppingen entstanden. Der Gaisrain – ein sozialer Brennpunkt – ist ein kleiner, unscheinbarer Bezirk. Dort leben rund 40 Menschen, die am Rande der Gesellschaft sind. Sie leben unter einfachsten, ärmlichen Bedingungen und kämpfen mit Sucht- und anderen Krankheiten.

Als Vineyard besuchen wir die Menschen seit gut einen Jahr mehrmals im Monat und leben Beziehungen, bringen Lebensmittel, helfen bei Formalitäten oder den Umgang mit den Ämtern, trinken Kaffee mit ihnen und geben einzelnen pflegerische Versorgung. Die anfängliche Scheu wich bald einer zarten Offenheit. Und auch heute hören wir immer wieder: “Ihr kommt ja immer noch zu uns.”

Die Besuche sind für uns immer wieder eine große Bereicherung. “Es ist ein Geheimnis”, so Uta Walle, “ich gehe beschenkt wieder nach Hause und habe mehr erhalten, als ich gegeben habe.” Bereits im vergangenen Jahr baten unsere Freunde, ob wir denn nicht auch mit ihnen in der Bibel lesen und beten könnten. Wir haben versuchsweise für vier Wochen einen kleinen ALPHA-Kurs durchgeführt. Wir lernten unsere gut-bürgerliche Erwartungen abzulegen, wie man christliche Treffen durchzuführen hat. Es war jedoch berührend zu erleben, wie offen und hungrig unsere Freunde nach der Gegenwart Gottes sind. Die Gebetstreffen waren geprägt von einer Sehnsucht und Offenheit, die uns sehr ermutigten.

Ein halbes Jahr später nun ist eine Kleingruppe um Claudia Hausner und Uta Walle entstanden. Sie treffen sich jeden Dienstag – es geht los mit Kaffee und Brezeln. Neue Anbetungslieder ertönen aus einem Wohnzimmer, ein kurzer Impuls mit Jesus-Geschichten aus den Evangelien prägen diese Zeit. Gemeinsames Gebet füreinander darf niemals fehlen. Menschen vertrauen sich Christus an und rechnen mit seinem heilenden und erlösenden Handeln. Für uns als Vineyard Filstal eine ungemeine Ermutigung – wir werden gestärkt und beschenkt. “Was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.” Dieses Jesus-Wort gewinnt für uns im Gaisrain Realität.