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Archiv für die Kategorie 'jesusmäßig'

Nachträgliche Ostergedanken

Carolin Gaiser
, am am 18. April 2012
in Soziale Gerechtigkeit, jesusmäßig, Kirche & Ökumene und Allgemein. 0 Kommentare

Über Ostern war ich (Caro) in Berlin und da gabs für mich statt “Ostereiersuche” eine regelrechte “Osterwortsuche”. Das Ergebnis seht ihr hier:

8.30 h Ostersonntag: Seit einigen Tagen bin ich in Berlin. Sie drängt sich mehr und mehr in mein Bewusstsein. Unbewusst war sie schon länger da. Die Frage, warum es mir so schwer fällt, Ostern zu begreifen. Was sagt man heute zur Auferstehung und den Sieg Jesu über den Tod? Also ich bin heute (Sonntag) etwas sprachlos und suche nach Worten. Osterwortsuche statt Ostereiersuche.

Aus der Sicht eines gläubigen Atheisten, Piratenmitglied mit einem sozial-liberalen Denkansatz ist die Forderung nach der Aufhebung des Tanzverbots an Karfreitag doch irgendwie berechtigt. Das sind Menschen, die 20 oder 30 oder noch mehr Jahre alt sind und noch nie in ihrem Leben einen Anlass darin sahen, den Todestag Jesu als einen besonderen Tag zu feiern. Warum auch? Sie glauben nicht dran. An Ostern. Eine Frage drängt sich mir auf: Was, wenn wir wirklich auf dem Weg in eine nachchristliche Zeit sind oder uns schon mitten drin befinden? Was, wenn die Menschen es wirklich nicht glauben – wollen – können – … ? Ostern. Was, wenn es auf jeden Fall näher und realer ist als ich bisher dachte? Vor allem hier in Berlin wird es mir bewusst. Die Leute sind irritiert über jemanden wie mich, die scheinbar so ist wie sie, auf unerklärlicher Weise aber zur Kirche gehört …

“Ostern? Keiner versteht um was es eigentlich geht. Wer hat da auch schon den Durchblick? Evangelisch? Katholisch? Ist doch alles das Gleiche” – offenbarte mir erst vorgestern eine junge, gebürtige Berlinerin. Und ich fange an zu denken und frage mich: “Wo kommen denn unsere ganzen Traditionen her? Wer hat die Feiertage als freie Tage eingeführt, erstritten, …? Warum gibt es eine staatliche Kirchensteuereinzugsmaschinerie? Weiß das jemand? Erzählt uns das einer? War das mal jemand wichtig? Was steckt denn dahinter? Wart ihr früher alle brennende, heißblütige Christen? Wer war dafür?

Ich stelle fest: Von vielem haben wir Christen heute selbst keinen Plan mehr. Wir haben uns von der Kirche und den Traditionen entfernt. Oder sie sich von uns, das kann auch sein. Warum läuten die Glocken? Was sind Paramente? Wie kann ich bei der Diakonie mitmachen? Was arbeitet ein Pfarrer? Und, und, und! Ich wünsche mir die Wiederentdeckung alter Bräuche und Zusammenhänge, eine Entrümpelung unnötiger und veralteter Vorstellungen, eine lebensweltorientierte Verknüpfung von Lebensraum und Kirche, Beziehungsorte, Zwischenräume, Begegnungen. Neuentdeckung. Höhlenforschung. Abenteuerland. Steinbruch. Aufräumen. Ausmisten. Auch die Kirchengesetzbücher. Da hat sich so mancher Staub angesammelt. Auch sollten manche Vereinbarungen zwischen Staat und Kirche hinterfragt werden. Ich bin nicht bereit gekapert zu werden. Aber es gibt einen Grund für den”Angriff” der Piraten und die Verwirrung der Menschen. Und das will ich ernst nehmen. Ich glaube wir können nur an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn wir uns dieser Herausforderung ernsthaft stellen. Das beginnt damit, dass wir es einmal “denken” ohne gleich vor Angst in Ohnmacht zu fallen. In all dem Piraten-Angriff-Szenario, auf die “unumstößlichen Grundmauern” unserer Gesellschaft und mitten in der Gleichgültigkeit der Menschen ist  es jedenfalls wieder mal Ostern.

0.30 h Ostermontag: Ich hab jede Menge Osterworte gefunden heute. Zusammengefasst kann ich sagen: Die Auferstehungskraft die Ostern mit sich bringt ist meine ganze Hoffnung.  Ganz egal was die Zukunft bringt. Ganz gleich ob ich reich oder arm, alt oder älter sein werde: die Dinge werden sich verändern. Mehr wahrscheinlich als ich mir heute vorstellen kann. Aber ich will diese Gesellschaft mitgestalten. Neu, 2012, mit Vergangenheit, für die Zunkunft. Ich will mit der Auferstehungskraft von Ostern für unser Land rechnen. Ostern bringt Veränderung und Hoffnung. Und die werden wir brauchen – als Kirche, als Freunde, als Demokratische Republik, als Christen, als Europäer, als Weltbürger, als Menschen. Wie gut, dass wir die Osterkraft kennen. Eine Kraft und eine Macht, die Grenzen überwindet, die frei macht von Abhängigkeit, eine Kraft, die Neues schafft, die zum Eigentlichen führt. Mehr über diese Kraft gibts übrigens hier: Lukas 24, Bibel

Ein fröhlich-buntes Frühlings-Oster-Treffen

Marcus Hausner
, am am 2. April 2012
in Gemeinschaft Stuttgart, jesusmäßig, Werteorientierter Gemeindebau, Vineyard Gemeinschaften und Allgemein. 0 Kommentare

Es begann mit einer harmlosen Frage an einem Donnerstagabend: „Können wir nicht mal einen kleinen Flohmarkt für die Leute hier machen? Die freuen sich bestimmt…“ Antwort 1:„Ja, coole Idee. Aber wann?“ Antwort 2: „Wie wärs am Impulstag?“ Antwort 3: „Ok – los geht’s!“

Die Entscheidung war schnell getroffen, die Begeisterung groß. Innerhalb kürzester Zeit wurden Flyer und Plakat entworfen, Einladungen verschickt und Aufgaben verteilt. Heraus kam ein fröhlich-buntes Frühlings-Oster-Treffen mit Bastelangebot im Kirchengang, Kuchenbuffet unter der Empore und einem 1 € Kleiderflohmarkt vor der Kirche. Selbst das Wetter spielte mit, mit jeder Menge Sonne.

Rund 20 Bergerinnen und Berger freuten sich über die offene Kirche, kostenlosen Kaffee & Kuchen und die super günstigen Klamotten. Obwohl wir manchen zum ersten Mal begegnet sind, fühlte es sich an, als würden wir uns schon ewig kennen. Es war eine sehr herzliche und offene Atmosphäre.

aufbau

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basteln

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Noch eine Geschichte, erlebt von Caro: Für einen kleinen italienischen Jungen war die Kirche der reinste Abenteuerspielplatz. Interessiert stand er vor dem Altar und versuchte in das große Buch zu spähen. Als ich zu ihm ging und ihn fragte ob er denn wüsste, was das für ein Buch sei, schaute er mich mit großen Augen an und schüttelte den Kopf. Gemeinsam haben wir dann ganz an den Anfang geblättert und ich habe ihm erzählt, dass es ein Buch direkt von Gott ist. Und dass darin die ganze Geschichte vom Anfang der Welt und von Gott und seinen Menschen erzählt wird. Er staunte nicht schlecht: „Caro, und was steht da?“ Langsam las ich ihm vor: “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde - dann etwas freier - und die Sterne und den Mond und die Sonne und die Elefanten und die Fische und die Menschen”

Seine Reaktion war umwerfend. Er strahlte mich an, stieß ein: „UND MICH HAT ER AUCH GEMACHT!“ hervor und düste wieder weiter durch die Gänge der Kirche. Ich bekam ein verblüfftes Lächeln zurück als ich ihm hinterher rief: „Und bei dir hat er sich besonders viel Mühe gegeben…“ Da wurden wir ein  bisschen  Freunde glaube ich.

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kaffee

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Zum Abschluss gabs noch ne kleine Worship-Session in der Kirche, die von viel Dankbarkeit und Begeisterung geprägt war. Wir haben erlebt, wie Menschen berührt wurden und wir haben uns berühren lassen an diesem Nachmittag. Da steckte sicher Gott selbst dahinter… Vielen Dank!

Empowerment-Entdeckertag am 3. Dezember 2011

Marcus Hausner
, am am 12. September 2011
in jesusmäßig, Leiterschaft, Vineyard Gemeinschaften und Allgemein. 0 Kommentare

EntdeckertagEin Nachmittag …
• für Menschen in Verantwortung in Kirche und Gesellschaft
• um Menschen und Inhalte des L.E.B.E.N.-Trainings und mehr von vineyard empowerment kennenzulernen
• der ermutigt und erleben und entdecken lässt

Die Inhalte
• Das Leben entdecken mit Carolin Gaiser und Frauke Junghans
• L.E.B.E.N. leben in Gemeinschaft mit Aleko Vangelis
• empowerment News & Infos mit Marcus Hausner
• 2 x Kurz-Workshops
• Wertvoll! Werte leben | Menschen stärken | Welt verändern mit Marcus Hausner und Lars Stängle

Termin: Samstag, 3. Dezember 2011
Dauer: 14.00 - 17.00 Uhr
Ort: CVJM Stuttgart, Büchsenstraße 37, 70174 Stuttgart
Kosten: Du bist eingeladen.

Anmeldung
Wir bitten um verbindliche Anmeldung. Das erleichtert uns die Vorbereitungen. Vielen Dank!

250 junge Christen beim NetworkXXL-Camp

Marcus Hausner
, am am 8. Juli 2011
in jesusmäßig, Leiterschaft, Kirche & Ökumene und Allgemein. 0 Kommentare

network„erfrischend, berührend und sehr motivierend“

Sich vernetzen, Visionen teilen, konsequente Nachfolge einüben, die Beziehung zu Gott erneuern –rund 230 Dauerteilnehmer und 50 Tagesgäste praktizierten das beim 8. NetworkXXL-Camp vom 23.-26.6. auf der Nordalb, veranstaltet vom Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw) und Soul Devotion.

„Gebt ihr ihnen zu essen!“ dieses Zitat aus der Geschichte der Speisung der 5000 (Markus 6) war Grundlage für die authentischen Predigten von Rich Atkinson(Sheffield, UK). Woran machen wir unsere Identität fest? Ziehen wir sie aus unseren Erfolgen, die uns Einfluss und Sicherheit zu verleihen scheinen? Oder leben wir aus der von Gott verliehenen Identität als Kinder Gottes, die uns unabhängig von unseren Leistungen geschenkt wird. Eindrücklich beschrieb Rich Atkinson, wie Gott seinen Bund mit uns in Christus am Kreuz schließt und damit nicht nur unsere Sünden übernimmt, sondern auch alles Gute, was unsere Person und unser Leben ausmacht. Umgekehrt haben wir Teil an allem was Gott gehört. In dieser Haltung ermutigt hieß es am Sonntag wieder loszugehen, um vor Ort  zu leben und umzusetzen, was wir in Christus sind.

All das zog sich jedoch nicht nur durch die Impulse am Vormittag, sondern wurde in intensiven Gebets- und Lobpreiszeiten mit der genialen NWXXL-Combo vertieft. In über 25 Huddle-Gruppen wurden dann persönliche Handlungsschritte für den Alltag daheim entwickelt. Inspirierend waren dabei auch die rund 20 Seminare zu Themen wie „Teamleitung“ oder der „Kultur Junger Erwachsener“, über Praxis-Beispiele „missionaler Gemeinschaften“ aus Stuttgart, Nürnberg oder Zürich, Seminaren zu „Gottes Stimme hören“ und „Gebet für Kranke“  bis zu persönlicheren Themen wie „Sexualität“ oder „Dienen statt Verdienen“. Nicht nur in den Seminaren teilten neben deutschen Referenten auch solche aus der Schweiz, Dänemark, Norwegen und England ihre Erfahrungen. Sie brachten sich genauso ins „Networking“ ein – dem Herzstück des Camps. Das fast 24 Stunden täglich geöffnete NetworkCafé im großen Veranstaltungszelt bot hierzu viele Gelegenheiten, der „Freiraum“ am Nachmittag lud zu entspannten Begegnungen bei Sport oder Talk ein. Wem der Trubel zu viel wurde, der konnte sich in die Stille der Gracelandhalle zurückziehen, die die Leute von „Tube 20“ in eine faszinierende Gebetslandschaft verwandelt hatten, die kreative Zugänge zu Gott eröffnete. Der inzwischen legendäre NetworkXXL-Festabend am Samstag brachte dann alles zusammen: Mit Abendmahl und exzellentem Essen, mit Worship und Disco, Wein und gutem Gespräch, Spaß und Gottesbegegnung wurde gefeiert, was das Camp prägte: Die freiheitliche Gemeinschaft der Kinder Gottes.

Das Fazit einer Teilnehmerin: „NetworkXXL war erfrischend, berührend und stark motivierend“. Darum geht es weiter – das NetworkXXL-Camp 2012 findet vom 7.-10. 6. auf der Nordalb statt.

Bericht von Frauke Junghans

Hier noch ein kleiner Einblick auf Youtube

L.E.B.E.N. aus der Sicht eines Teilnehmers

Marcus Hausner
, am am 23. Juni 2011
in L.E.B.E.N., jesusmäßig, Vineyard Gemeinschaften und Allgemein. 1 Kommentar

simeon.JPGSimeon Conrad, L.E.B.E.N Teilnehmer, ist 20 Jahre, Erzieher aus Möhringen und arbeitet in einem Kindergarten. Er mag: Nutella, barfuß an den Strand gehen und Berge.

OnlineRedaktion: Simeon, wie kamst du zum L.E.B.E.N.Training?

Simeon C.: Ich wurde von Carolin Gaiser ziemlich direkt darauf angesprochen. Sie meinte, dass das L.E.B.E.N. Training etwas für mich wäre. Nach einem informativen Gespräch mit Gott und mit Caro habe ich mich entschieden dabei zu sein.

OnlineRedaktion: Was waren anfangs deine Erwartungen ans L.E.B.E.N.Training?

Simeon C.: Damals habe ich erwartet, dass durch die 12 für mich neuen Gewohnheiten, meine Beziehung zu Gott wächst.

OnlineRedaktion: Und wie trainiert man bei L.E.B.E.N.?

Simeon C.: Ich würde sagen: Learning by doing. Schritt für Schritt natürlich. Angelehnt ist das an das Prinzip von Nachfolge. Was bedeutet, dass man zuerst schaut wie machen es andere, dann bekommt man Unterstützung, bis man das Erlernte selbständig kann.

OnlineRedaktion: Wie klappt das aus deiner Sicht mit dem Verhältnis von Anleitung und Eigenverantwortung?

Simeon C.: Aus meiner Sicht liegt viel Eigenverantwortung bei  jedem selbst. Bei unseren regelmäßigen Treffen werden wir aber echt gut angeleitet und herausgefordert auch zum Handeln überzugehen. Auch die Gespräche bleiben nicht bei der Theorie stehen, sondern wir überlegen, wie wir im Alltag selbst Verantwortung für unsere Ideen und Pläne übernehmen können.

OnlineRedaktion: Was funktioniert noch ganz gut bei L.E.B.E.N.?

Simeon C.: Neben dem wichtigem gemeinschaftlichen Austausch (mit vollem Mund, denn bei jedem Treffen tischt Carolin ganz schön was auf) klappt das Huddeln besonders gut. Huddeln – jemand  formuliert ein Thema, das ihn oder sie im Moment beschäftigt, eine Frage oder ein Problem, und die Gruppe versucht über gezielte Fragen der Person zu helfen. Am Ende geht die Person einen Schritt weiter und überlegt ob sie noch weitere Unterstützung braucht, und plant weitere Schritte.

OnlineRedaktion: Was hat sich bei dir in deinem Leben verändert seit du beim L.E.B.E.N.Training dabei bist?

Simeon C.: Bei mir sind so einige Steine in Rollen gekommen. Ich mache mir über Themen Gedanken, über die ich mir sonst keine gemacht habe.

OnlineRedaktion: Welche der jesusmäßigen Gewohnheiten hat es dir besonders angetan?

Simeon C.: Die Gewohnheit, einen anbetenden Lebensstil zu führen fordert mich im Alltag ganz schön heraus. Es ist für mich überraschend gewesen was es konkret bedeutet einen anbetenden Lebensstil zu führen.  Seither versuche ich Gott mit meinem ganzen Leben die Ehre geben.

OnlineRedaktion: Zum Training gehört auch ein Projekt in der Praxis. Was hast du geplant? Wie sieht dein „Projekt“ aus?

Simeon C.: Kurz beschrieben: es geht darum, mit Menschen, die ich in der Kletterhalle kennengelernt habe zu huddlen.

OnlineRedaktion: Vielen Dank für diesen Einblick Simeon.

Unsere Reise zu einem jesusmäßigen L.E.B.E.N.

Marcus Hausner
, am am 30. Mai 2011
in L.E.B.E.N., jesusmäßig, Leiterschaft, Vineyard Gemeinschaften und Allgemein. 0 Kommentare

Was vor uns liegt ist nicht weniger spannend als das, was hinter uns liegt. Es ist eine Reise mit interessanten Zwischenstops die wir da gemeinsam machen.

Ein paar kleine Anekdoten aus unserem L.E.B.E.N.:

Was hat Lady Gaga mit L.E.B.E.N. zu tun? Viel, wenn man bemerkt, dass man sich manchmal ebenso “verrückt, schrill und bunt” fühlt wie Lady Gaga. Das zumindest brachte das Monatsthema Identität im April zum Vorschein. Daneben haben uns der Umgang mit der eigenen Einsamkeit, das Unterwegs sein im Auftrag Gottes und die Umbrüche und Neuöffnungen im Leben gaga.jpgähnlich wie beim Fall der Berliner Mauer, beschäftigt.

identitat.jpg


lebenws3.JPG

Ein rundum gelungener Workshop im CVJM Stuttgart, einem neugeborenen L.E.B.E.N.-Zuwachs namens Elias und jede Menge Überraschungen erlebten wir am 06. Mai zusammen beim Workshopmodul 3. Und so langsam starten die Einzelnen durch mit ihren L.E.B.E.N. Projekten und Gruppen “vor Ort”. Die aufregendste Idee: ein 1:1 Mentoring mit einer Person, die Jesus nicht kennt, sich aber für  das Training interessiert … Wahnsinn, oder?

Extrem tiefgehend und direkt aus dem Leben sind auch die ersten Überlegungen zur Abschlussarbeit von L.E.B.E.N. im August. Es sind Themen wie:

  • Vergebung leben im persönlichen Umfeld
  • Persönlichkeitsstrukturen und unterschiedliche Arten des Glaubenslebens
  • Geistige Übungen – Kontemplation
  • Christliche Freiheit im 21. Jhdt. in Bezug zu Freiheit in der Postmoderne
  • Mentoring
  • „Huddeln mit Normalos“
  • Von der Uni in den Bioladen – lebensweltorientiert glauben und leben  

P.O.W.E.R. - erlebt!

Marcus Hausner
, am am 29. September 2010
in jesusmäßig, Leiterschaft, Werteorientierter Gemeindebau, Vineyard Filstal und Allgemein. 0 Kommentare

Hans-Ulrich Läpple, Pfarrer der Landeskirche in Württemberg, wohnt in Althengstett und ist noch keine 40 … aber bald. Hans-Ulrich ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Er liebt es draußen in der Natur zu sein. Vor einigen Jahren hat er die Jugendkirche Choy gegründet. Hans-Ulrich ist einer von sieben Teilnehmern bei “P.O.W.E.R. - das Training für einen natürlich-übernatürlichen Lebensstil”. Im Telefoninterview spürt man seine Begeisterung für das Training… 



OnlineRedaktion: Hans-Ulrich, erzähl doch mal - wie kamst du zu P.O.W.E.R. und was erlebst du dort?

Hans-Ulrich Läpple: Marcus Hausner kenn ich jetzt schon länger und erlebe ihn als einen sympathischen Menschen und als jemanden, von dem ich etwas lernen kann. Vor allem wenn es um Bereiche und Ansätze des Glaubens geht, die mir aus der Landeskirche so nicht bekannt waren. Die Art wie Marcus an die Sache ran geht, macht es mir einfach, dabei zu sein.

Wir arbeiten bei P.O.W.E.R. erst theoretisch mit einem interessanten Reader, den Marcus erstellt hat. Aber es ist nicht nur die Theorie die mich begeistert. Bei P.O.W.E.R. – es ist wie vor 2000 Jahren – man fühlt sich in der Zeit versetzt - zieht man mit einem rabbinischen Lehrer (Marcus Hausner) durch die Straßen von Göppingen. Ich bin ständig am beobachten wie Marcus agiert und muss auf der Hut sein, welche Ideen er sich wieder ausgedacht hat. Ich bin ja selbst Lehrer für Religion. Aber das System Schule funktioniert ganz anders. Als Lehrer versuche ich den Schülern theoretisch eine Sache zu vermittel. Was sie praktisch daraus machen ist nicht Gegenstand des Unterrichts. Bei Marcus läuft das ganz anders: Der Schwerpunkt liegt auf der Praxis.

Marcus hat erzählt, und das leuchtet mir auch ein, dass man Menschen heute nicht mehr (zumindest nicht zuerst) mit Worten erreichen kann. In unserer Welt wird überall behauptet, dass ich dieses oder jenes Produkt unbedingt brauche um glücklich zu werden. Wenn ich als Pfarrer für Jesus werbe, dann reiht sich mein Werben in die lange Reihe anderer Werbeversprechungen ein. Zeichenhaften Handlungen ist da oft mehr Erfolg vergönnt. Jesus erreichte Menschen oft durch Wunder oder andere zeichenhafte Handlungen. Als wir beim Training nach dem Theorieteil mit der Gruppe auf dem Marktplatz in Göppingen standen, meinte Marcus, dass wir hier jetzt “zeichenhaft” agieren könnten - mitten auf dem Marktplatz – könnten wir uns hinknien und Phil 2,10 sichtbar zu machen. „Solche durchgeknallten Sachen mache ich nicht! Was denken die anderen Leute von uns“ … das waren Gedanken, die mir durch den Kopf schossen.  Ich habe es doch gewagt. Und es hat in mir etwas verändert. Plötzlich war es einfach egal was die Leute von mir denken.  Und es hat mir gut getan, meine Knie vor dem Herrn der Herrn zu beugen.

Für mich ist es wirklich etwas hoch Experimentelles was wir tun. Ich habe inzwischen kapiert, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, dass alles funktioniert was wir ausprobieren. Viel wichtiger ist mir, dass sich meine Haltung dem Übernatürlichen gegenüber langsam verändert. Ich lerne, sensibler für Gottes Interaktion mit mir zu sein und für sein Wirken in der Welt. Gottes Wirken und sein Unterwegssein in seiner Welt zu “glauben”, das fasziniert mich. Es tut mir gut, das mal praktisch auszuprobieren und nicht nur in einem Buch darüber zu lesen. Ich bin ja im Umgang mit den Jugendlichen bei Choy auch irgendwie “Rabbi”. Sie schauen sich bei mir – vielleicht oft unbewusst – ab wie ich lebe.  P.O.W.E.R. sensibilisiert mich dafür, meine Rolle als Lehrer im christlichen Glauben bewusste anzunehmen. Außerdem nehme ich  die interessante “Reich-Gottes-Theologie” aus dem Reader mit, wie auch die lockere und ungezwungene Art von Marcus mit dem Übernatürlichen umzugehen. Und natürlich die eine oder andere Methode. Was ich auch mitnehme ist das Stichwort “Gehorsam”. Ich habe verstanden: Wenn wir für Arme einstehen und für Kranke beten ist es nicht eine Frage ob es funktioniert, sondern eine Frage des Gehorsams - Jesus sendet uns - wir gehen. Das leuchtet mir ein. Jetzt bin ich gespannt auf unser nächstes P.O.W.E.R. Treffen.

OnlineRedaktion: Herzlichen Dank Hans für deine begeisterten Erfahrungen.

 

 

 

“Mit L.E.B.E.N. in die Zukunft …” | Frauke Junghans aus Tübingen

Marcus Hausner
, am am 15. September 2010
in jesusmäßig, Leiterschaft, Vineyard Gemeinschaften und Allgemein. 0 Kommentare

OnlineRedaktion: Hallo Frauke - woher könnten die Vineyard-Blogleser dich kennen?
Frauke: Erstmal bin ich anzutreffen bei den unterschiedlichsten Angeboten der Jakobusgemeinde in Tübingen. Dann könnte man mich aus der Zeit kennen, als ich als Reisesekretärin der SMD viel unterwegs war. Auch jetzt bin ich noch viel unterwegs - zum Beispiel auf dem NetworkCamp. Durch unsere kleine Tochter Finja trifft man mich zur Zeit auch oft in der KiTa in Entringen oder  beim Mittagschlaf-Spaziergang. Mit meinem Mann Sascha kann man mich zur Zeit im Garten beim Äpfel aufsammeln beobachten.

OnlineRedaktion: Du bist L.E.B.E.N.-Trainerin und beim Training ab Oktober dabei. Worum gehts bei L.E.B.E.N.?
Frauke: Es geht darum, dass Wahrheiten die man erkannt hat auch praktisch ins Leben rutschen. Das ist das Prinzip von L.E.B.E.N..

OnlineRedaktion: Was fasziniert dich persönlich an L.E.B.E.N.?
Frauke: Vor allem die bunte Zusammensetzung der L.E.B.E.N.-Gruppen. Dass da Menschen mit unterschiedlichen Prägungen und Hintergründen zusammensitzen und über Lebensthemen nachdenken und jeder dazu auch wieder eine persönliche Geschichte hat - und alle sind unterwegs zu einem jesusmäßigen Leben. Ich glaube, dass da eine Masse von genialen Gedanken und ganz viel Feuer dabei herauskommt.

OnlineRedaktion: Was sind deine aktuellen Erfahrungen mit dem was hinter LEBEN steht?
Frauke: Wenn ich an die Zeltstadt zurück denke, hat es mich fasziniert, wenn man merkt, dass  Freiheit aufbricht bei Menschen. Wenn wir unsere Fragen und Krisen, aber auch unsere Tiefen und Entdeckungen miteinander teilen, dass da ein Blickwechsel passiert. Ein Wechsel von “ich bin frustriert” hin zu - “das ist mein nächster kleiner Schritt im Alltag”. Es geht dabei um mich und hat gleichzeitig Auswirkungen in mein Lebensumfeld hinein. Es ist eine sehr konkrete Form um als Gemeinschaft und Person zu wachsen.  Was mir persönlich nochmal bewusst wurde ist, dass wir Gott oft nur aus Gesetzlichkeit gehorsam sind und nicht der Glaube meine Motivation ist. Wenn ich vom Gesetz her komme,  komme ich immer zu kurz. Wenn ich von Jesu Verheisungen her komme, dann darf ich in die Freiheit eintreten jesusmäßig zu leben. Ganz praktisch wirds, wenn ich merke, dass ich frei sein kann Dinge zu geben und mich darauf verlassen kann, dass Gott mich versorgt.

OnlineRedaktion: Was erhoffst du dir für die Gruppen, die mit L.E.B.E.N. arbeiten werden?
Frauke: Offenheit, Inspiration, Weggemeinschaft, Spaß, herzhaftes Lachen, das Erleben: “Gott stellt meine Füße auf weiten Raum”, das Gefühl wünsch ich mir. Und dass sich in dem Miteinander eine neue Dimension von Gemeinde offenbart, dass es um eine Jüngerschaftskultur geht und dass L.E.B.E.N. diese Erfahrung hineinträgt in das Leben der Gruppe.

OnlineRedaktion: In welcher Weise bist du beteiligt bei L.E.B.E.N.?
Frauke: Ich bin als L.E.B.E.N.-Trainerin Montags einmal im Monat mit der RegioGruppe Tübingen unterwegs (auf dem Sofa oder unter dem Apfelbaum), ich bin als L.E.B.E.N.-Trainerin selbst auch Teil der Weggemeinschaft. Ich werde zum einen die Gruppe anleiten, aber auch mit meinen Lebensthemen teil davon sein. Darüber hinaus bin ich freiberuflich auch mit ähnlichen Themen unterwegs. Dafür kann man mich natürlich auch anfragen.

OnlineRedaktion: Herzlichen Dank Frauke, wir sehn uns im Oktober.  

 

Aleko Vangelis von Soul Devotion über P.O.W.E.R.

Marcus Hausner
, am am 1. September 2010
in jesusmäßig, Vineyard Gemeinschaften, Vineyard Filstal und Allgemein. 0 Kommentare

Onlineredaktion: Hallo Aleko! Sag uns kurz: Wer bist du? Was machst du? Wo lebst du? 

Aleko: Ich bin Aleko Vangelis, bin griechischer Schwabe, 32 Jahre alt. Ich bin als Jugendreferent angestellt für den Jugend- und Junge Erwachsenenbereich Soul Devotion bei Kirche im Aufbruch. Außerdem bin ich Diakon der evangelischen Landeskirche. Ich lebe mit meiner Frau Sarah und  mit  unseren (seit kurzem) zwei Kindern in Asperg bei Ludwigsburg. Wir wohnen zusammen mit einer befreundeten Familie in einem tollen Zwei-Familien-Haus.

powweOnlineredaktion: Bei P.O.W.E.R. gehts um einen “natürlich übernatürlichen Lebensstil”. Wie lebst oder erlebst du das selbst in deinem Leben?

Aleko: Ja was soll man da sagen? Im Prinzip bin ich seit ein paar Jahren auf diesem Weg “natürlich übernatürlich” zu leben. Natürlich heißt für mich, dass das auch ein Prozess ist mit dem Übernatürlichen. Es entwickelt sich und ich erlebe, dass Gottes übernatürliche Kraft in meinem Alltag da ist. Zum Beispiel wenn ich gedanklichen Impulsen folge im Gebet oder wenn Gott immer wieder im Alltag - egal wo ich bin - zu hören ist. Ich erlebe wenn ich für Menschen bete, dass er spricht. Auch wenn es erstmal keine großen Sachen sind, aber das was passiert wenn ich ausspreche was ich von Gott höre, zeigt mir, dass es Veränderung bei Menschen bewirkt. Auch wenn wir bei Soul Devotion oder im Alltag  um Heilung für Menschen beten, erleben wir immer wieder, dass Gott wirkt.

alekoEtwas, was mich immer wieder beschäftigt ist der Gedanke: “Als Christen, die sich nach Übernatürlichem sehen, warten wir immer auf die Wunder in der Gemeinde.” Martin Bühlmann von Vineyard hat dann vor drei oder vier Jahren zu mir gesagt: “Wunder gehören in das Leben von Menschen die Jesus nicht kennen.” Und ich glaube, wenn wir mit Menschen die Gott nicht kennen unterwegs sind, werden wir sehen, dass Gott Wunder tut. Aber dazu müssen wir uns auf den Weg machen. Das tue ich und ich erlebe immer wieder, dass dort wo ich mutig auf Gott höre, mein Leben als Christ Auswirkungen hat im Leben von Freunden, die ihn nicht kennen.

Onlineredaktion: Aleko, welche Hoffnungen verbindest du mit dem Seminar?

Aleko: Dass wir weiter ermutigt werden, gute Erfahrungen machen, Gottes Geschichten wahrnehmen und sehen wie Gott wirkt. Dass wir es in unserem Alltag sehen, dass wir sehen, dass Gott Dinge vorbereitet. Er macht uns betreit mutig auf Menschen zuzugehen. Dass es Auswirkungen auf unsere Gemeinden hat und auf den Alltag bei uns zuhause.

Onlineredaktion: Was würde wohl NICHT passieren, wenn es das Seminar nicht gäbe?

Aleko: Das werden wir sehen wenn wirs erlebt haben! :) P.O.W.E.R soll aber auf jeden Fall eine Verbindung sein in den Alltag . Es geht nämlich nicht nur darum, auf der Zeltstadt an einem besonderen Tag ein übernatürliches Abenteuer mit vielen guten “God-Storys” zu erleben. Natürlich Übernatürliches braucht den Alltag und dort wollen wir es integrieren.

Onlineredaktion: Wie wird sich Soul Devoion an P.O.W.E.R. beteiligen?

Aleko: Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes gehört zu unserer DNA, zu dem was uns geprägt hat. Wir bringen also unsere Erfahrungen mit, verschiedenen Menschen, die auf diesem Weg schon gehen.

Onlineredaktion: An wen richtet sich P.O.W.E.R. und wer kann dabei sein?

Aleko: An alle ab 18! Und an alle, die Lust haben, diesen Prozess mit anderen zu gehen. Die sich herausfordern lassen wollen, die eine Sehnsucht haben im Alltag  einen natürlich übernatürlichen Lebensstil zu entdecken. Und ich glaube mit dem Umsetzen kommen auch die Früchte und Gottes Freundlichkeit wird auf ganz verschiedene  Art und Weisen Gestalt gewinnen.

Onlineredaktion: Vielen Dank Aleko für dein Statement und viel Spaß mit den Wundern und der Freundlichkeit Gottes. 

 

“beherzt leben” und Camp 51′

Marcus Hausner
, am am 18. August 2010
in Soziale Gerechtigkeit, jesusmäßig, Leiterschaft, Kirche & Ökumene und Allgemein. 0 Kommentare

Wenn sich über 600 Jugendliche und Junge Erwachsene kurz vor 20 Uhr vor einem Zelteingang drängen, dann ist es Zeit fürs Abendprogramm bei Soul Devotion auf der Zeltstadt. Am letzten Abend bebt noch einmal das ganze Zelt. Hinter uns liegen acht Tage “beherzt leben”. Beherzt und wie auf zahlreichen Pullovern zu lesen, mit der Aussicht auf ein “WILDES HERZ”. Standhaft; mutig und entschlossen; unerschrocken; couragiert; fest; forsch; furchtlos; heldenhaft; kühn; resolut; schneidig; tapfer; unverzagt (frei nach Hesekiel 36, 26-27). beherztleben

Wer dabei war wird sich erinnern an den Worship (von dem manche sagen, dasss es war die beste Worship-Zeit ihres Lebens war), an “liebe deinen Nächsten, liebe Gott und liebe dich selbst”, an eine Gemeinschaft die über das Camp hinaus “zu Herzen” geht. Mehr als  40 jungen Leuten wird bestimmt auch das L.E.B.E.N.-Seminar und die Reise zu ihrem jesusmäßigen Leben in Erinnerung bleiben. Sie erlebten fünf Einheiten Seminar-Stream mit LebensZeichen (LifeShapes), Bibeleinführung, Power Ministry und drei hochmotivierten L.E.B.E.N. Trainern die sie immer wieder herausforderten eigene praktische Schritte zu gehen.

Aber nicht nur L.E.B.E.N. Teilnehmende wurdern herausgefordert. Am Montag pilgerten über 200 Jesusnachfolgerinnen und - nachfolger in umliegende Städte wie Kirchheim oder Göppingen. mdf.JPGlobpreis.JPG“Die Freundlichkeit Gottes zu den Menschen bringen” war ihre Mission. Und ob beim Müll aufsammeln oder Musik machen, durch Wunderstuhl-Aktionen oder auf der Suche nach “Menschen des Friedens” - war es einfach “wundervoll” zu erleben, dass Menschen uns tatasächlich besonders “freundlich” wahrgenommen haben. Die “Freudenboten Gottes” konnten beim Abendprogramm den Daheimgebliebenen selbst nur staunend berichten, was Gott alles getan hatte. Mehr dazu: “God-Storys”.

Mein persönliches Highlight war jedoch der Poetry Slam auf Fridas Farm mit tiefgründigem, humorvollem, göttlichem und viel viel Emotion. Das war auf jeden Fall BEHERZT! slam

Und dann kam das Ende. Manche Mitarbeiter konnten es kaum erwarten. Schon die ganze Zeltstadt über freuten sie sich auf das nächste Camp. Ein Camp, bei dem Gott im Mittelpunkt steht, mit jeder Menge Action, bei dem die Teilnehmer in Dörfern und Städten untergebracht sind. Ein Camp, das 51 Wochen dauert. Ein Camp, das so genial ist wie kein anderes. In der Zwischenzeit hat es bereits begonnen, das Camp 51.

Soul Devotion auf Facebook –> join us!  51


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